Konzept für Nachwuchstraining

1. Grundlagen

Der Handball hat sich in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt. Er ist bedeutend dynamischer und schneller geworden, Spieler werden vermehrt wieder auf verschiedenen Positionen eingesetzt, die Zeit der reinen Spezialisten ("Wurfmaschinen") ist wohl vorbei. Durch Gegenstösse wird zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Tore erzielt (inkl. erweiterte Gegenstösse). Spielelemente sind so gestaltet, dass kein sturer Ablauf vorgegeben ist, sondern situativ (je nach Verteidigerverhalten) andere Lösungsmöglichkeiten erkannt und gespielt werden. Auch in der Abwehr ist Schnelligkeit und flexibles Verhalten Trumpf, dafür wird das körperliche Engagement (Kraft) kleiner.

Auf solche Entwicklungen muss der Nachwuchstrainer eingehen, da die von ihm betreuten Spieler erst in einigen Jahren zu den Aktiven wechseln und dann entsprechend vorbereitet sein müssen, um den geforderten Handball spielen zu können.

 

2. Trainingsziele

Das Hauptziel für den Nachwuchstrainer ist, individuell gut ausgebildete Spieler herauszubringen. Gut ausgebildet bezieht sich vor allem auf die Technik; Kraft und Kondition kann noch mit 18 Jahren trainiert werden, vorher ist es auch wenig sinnvoll (teilweise auch schädlich), speziell Kraft und Kondition zu büffeln.

Ein technisch gut ausgebildeter Spieler beherrscht

 

3. Trainingsinhalte

Um die oben genannten Ziele zu erreichen, liegt das Schwergewicht der Trainingsgestaltung auf der individuellen Ausbildung der Spieler. Sobald sie genügend Ballsicherheit erlangt haben, folgt die Ausbildung in Kleingruppen positionsspezifisch. Wenn die Spieler Überzahlsituationen locker heraus spielen können, wird zu Gleichzahlsituationen weitergegangen, die durch Verengung des zur Verfügung stehenden Raums erschwert werden können.

Handball spielen kann man nur mit Ball. Deshalb wird der grösste Teil der Trainings mit Ball ausgeführt (wenn möglich auch das Einlaufen). Spielformen lockern den Trainingsbetrieb auf und fördern gleichzeitig viele Elemente, ohne dass es die Spieler speziell merken.

Jedes Training enthält ein Schusstraining, in dem die Spieler nicht nur 5 bis 10-mal, sondern 30 bis 50-mal aufs Tor schiessen.


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